Der 16-Jährige sagte den Beamten, er habe deshalb auf der Autobahn gewendet, weil er ja keinen Führeschein besitzt und nicht erwischt werden wollte. Sowohl der minderjährige Lenker als auch der Fahrzeugbesitzer wurden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, gab die Polizei am Freitag bekannt.
187 Geisterfahrer im ersten Halbjahr 2009
Geisterfahrten werden in Österreich aber glücklicherweise immer seltener. Die Zahl der Geisterfahrermeldungen ist im ersten Halbjahr 2009 um rund 14 Prozent auf 187 zurückgegangen. Seit Beginn der Halbjahresanalysen im Jahr 1999 hat es noch nie so wenige Falschfahrer gegeben.
Die meisten Geisterfahrer sind in Niederösterreich unterwegs (jeder Vierte), jeder zweite Lenker ist alkoholisiert. Die meisten Warnungen gibt es für die Südautobahn, die gefährlichsten Zeiten sind Vormittage und Wochenenden, so die Statistik. Bei Unfällen mit Geisterfahrern gab es im ersten Halbjahr 2009 ein Todesopfer.
Was tun bei Geisterfahrern?
Tipps des ARBÖ zum Thema Geisterfahrer: Hat man den Falschfahrer gesichtet, verständigt man am besten via Handy oder Notrufsäule die Polizei. Keinesfalls sollte man versuchen, den Geisterfahrer selbst zum Umkehren zu bewegen. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man auf einem Parkplatz auf die Entwarnung warten.
Wurde man unfreiwillig selbst zum Geisterfahrer, sollte man am nächsten Fahrbahnrand halten. "Sofort Warnblinkanlage und Abblendlicht einschalten", raten die Verkehrsexperten. Niemals die Fahrbahn kreuzen oder versuchen, im Rückwärtsgang die Autobahn wieder zu verlassen. Am besten ruft man selbst die Polizei und wartet im Fahrzeug auf das Eintreffen der Exekutive.
Symbolbild
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