Raue Sitten im Iran

Polizei verbannt Unterwäsche aus Schaufenstern

Ausland
23.09.2009 19:30
Die iranische Polizei hat Dessous aus den Schaufenstern des Landes verbannt. Die Behörden seien eingeschritten, nachdem es Berichte über den Einsatz "unangemessener und schockierender Schaufensterpuppen" gegeben habe, berichtete die Zeitung "Arman" am Mittwoch.

Es sei ein Vergehen, Damenunterwäsche in Schaufenstern öffentlich zur Schau zu stellen. Scharf durchgegriffen werde auch gegen allzu kurvige Schaufensterpuppen, gegen solche, die keinen Schleier trügen sowie gegen Schaufenster, die westliche Marken und westliche Kleidung, "unmoralische Fotografien" und Krawatten zeigten.

Ausstellung nur im Inneren erlaubt
Männliche Verkäufer dürften zudem keine Damenwäsche feilbieten, hieß es weiter. Akzeptabel seien Schaufensterpuppen mit Dessous lediglich im Inneren von ausschließlich für Frauen reservierten Geschäften.

Nach den strengen Kleidungsvorschriften der Islamischen Republik müssen Frauen in der Öffentlichkeit stets ein Kopftuch tragen, Krawatten sind verboten. In den vergangenen Jahren feierte die Krawatte bei reichen Bewohnern von Teheran jedoch ein Comeback.

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