Medizintechnik

Wachstum „auf Rezept“

Von der Herstellung einer künstlichen Netzhaut bis zur Messung der Aufmerksamkeit von Chirurgen durch Sensoren – viele zukunftsweisende Projekte in Sachen Medizintechnik werden in Oberösterreich mit der Linzer Kepler-Uni und der Fachhochschule Oberösterreich vorangetrieben. Und der Bereich soll weiter wachsen.

Medical Upper Austria – unter dem Kürzel „Med-Up“ fasst Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl die Aktivitäten rund um das Thema Medizintechnik zusammen, in dem noch viel Potenzial stecke. 230 Unternehmen sind im oberösterreichischen Medizintechnik-Cluster vereint. Neben den Großen wie Greiner Bio-One aus Kremsmünster und Rainbach, GE Healthcare aus Zipf und Siemens aus Linz gibt es viele kleine und mittlere Betriebe, die sich in Sachen Medizintechnik engagieren. „Auch viele Ideen beginnen im Kleinen“, sagt Axel Kühner, der Chef von Greiner ist.

Testlauf in Steyr
Der Kunststoffverarbeiter entwickelte ein eHealth-System, dank dem es bei der Blutabnahme zu keinen Verwechslungen der Röhrchen mehr kommen kann und auch der Datenschutz gesteigert wurde. Der Testlauf wurde im Landeskrankenhaus Steyr absolviert. Insgesamt 67 Medizintechnik-Projekte aus Oberösterreich sammelte Richard Hagelauer, Ex-Rektor der Linzer Kepler-Uni, mit Gustav Pomberger in einem Buch: „Es soll als Inspiration für viele dienen.“

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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