20.01.2018 22:15 |

Infrastruktur bröckelt

Kein Geld für Straßenbau in Kärnten

Bröckelnder Asphalt, weggespülte Straßen: Obwohl Fahrbahnen desolat sind und Naturkatastrophen der Infrastruktur hart zugesetzt haben, fehlt 2018 das Geld für wichtige Sanierungs- und Neubauprojekte. Nur 19 Millionen Euro stehen für den Erhalt von 2750 Straßenkilometern bereit. Für den Referenten ist das eine Farce.

412.000 Euro verschlingt ein Baulos auf der Millstätter Straße, eine halbe Million Euro werden auf der Görtschitztal-Straße in Hüttenberg verbaut. Ein Kreisverkehr in Feldkirchen schlägt mit 600.000 Euro zu Buche. Diese und weitere Vorhaben sind im Bauprogramm des Landes für das Jahr 2018 geplant. Für viele notwendige Sanierungs- und Neubauprojekte fehlt allerdings das Geld. Das Straßenbaubudget wurde in den vergangenen Jahren von 50 Millionen (2005) auf 19 Millionen zusammengekürzt. „Notwendig wären mindestens 40 Millionen Euro, um allein den Bestand aufrechterhalten zu können“, klagt Straßenbaureferent Gerhard Köfer.

Einen immer größeren Teil der Mittel verschlingt die Sanierung von Infrastruktur, die durch Naturgewalten wie Muren und Hochwasser zerstört oder beschädigt worden ist. Wie zum Beispiel die Sicherung in der Lieserschlucht.

Mit 2,46 Millionen Euro ein großer Brocken ist die Sanierung der ÖBB-Unterführung Seebach in Villach. Die Zeit drängt: Autofahrer sind genervt, Unternehmen beklagen Umsatzeinbußen, betont die Stadt Villach die hohe Dringlichkeit. Köfer: „Die Arbeiten starten am 4. April.“

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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