Di, 25. Juni 2019
08.01.2018 08:45

Wirbel um US-Million

Geldwäscheverdacht: Grassers Konto eingefroren

Ab Dienstag muss sich Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser wieder mit 13 Mitangeklagten im Wiener Straflandesgericht einfinden. Ob auch Grassers US-Konto mit rund einer Million Dollar thematisiert wird, ist noch unklar. Laut seinem Anwalt Manfred Ainedter hat das Geld nichts mit dem Buwog-Skandal zu tun - die Optik ist dennoch nicht optimal. Grassers Bank in Österreich erstattete daher eine Meldung wegen Geldwäscheverdacht und fror jetzt sogar sein Konto ein.

Was hat es mit dem US-Konto - die "Krone" berichtete -  von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser auf sich? Laut seinem Anwalt soll Grasser das Konto für private Investments genutzt haben, einen Bezug zur Buwog gebe es nicht. Auch seien die Geldflüsse bei Grassers Bank, der Hypo Tirol, angemeldet worden. Dass dennoch eine Verdachtsmeldung wegen Geldwäsche gemacht wurde, schiebt Ainedter auf die Berichterstattung zum Buwog-Prozess.

"Die Banker haben in den Medien von Peter Hocheggers Aussagen gelesen, dass Grasser von ihm 2,4 Millionen Euro von der Buwog-Provision bekommen haben soll. Daraufhin meinten sie, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das nach Österreich überwiesene Geld von diesen Millionen stammt", zitiert der "Standard" Manfred Ainedter. Die Hypo Tirol sperrte jedenfalls Grassers Konto, der Ex-Finanzminister hat also aktuell keinerlei Zugriff auf das Geld. Laut Ainedter will man den Sachverhalt klären und einen etwaigen Schaden, der seinem Mandanten aus der Sperrung des Kontos entstanden ist, geltend machen.

Buwog-Prozess wird am Dienstag fortgesetzt
Der Prozess wird am Dienstag jedenfalls mit der Einvernahme von Hochegger fortgesetzt. Der Ex-Lobbyist hatte den früheren Finanzminister vor Weihnachten mit einem Teilgeständnis schwer belastet. Grasser selbst hatte zu Beginn der Verhandlung jede Auskunft zu einen Vermögenswerten verweigert und stellte lediglich fest, dass er "keinen Arbeitgeber, kein Haus und kein Auto" habe.

 krone.at
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