Deutsche toben, aber:

VAR-Entscheidung bei DFB-Drama laut FIFA korrekt

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Von krone Sport

Die viel diskutierte Entscheidung, ein vermeintliches Tor des Deutschen Jonathan Tah im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay nicht zu geben, war laut FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina korrekt.

In einem Beitrag des Fußball-Weltverbands schrieb der Italiener grundsätzlich über Situationen wie die in der Verlängerung des im Elfmeterschießen am Dienstag (MESZ) von Deutschland verlorenen K.-o.-Spiels.

Tah hatte Deutschland nach einem Eckball vermeintlich zur 2:1-Führung geköpfelt. Doch dann griff der Videoschiedsrichter wegen eines Stoßes von Waldemar Anton gegen Paraguays Tormann Orlando Gill ein. Nachdem der Unparteiische Jalal Jayed aus Marokko einen Hinweis aufs Ohr bekommen und sich die Aktion noch einmal angesehen hatte, entschied er auf Foulspiel. Collina nannte Anton in seinen Ausführungen nicht beim Namen, sein Beitrag endete aber mit einem großen Foto von genau dieser strittigen Szene.

Pierluigi Collina mit FIFA-Boss Gianni Infantino
Pierluigi Collina mit FIFA-Boss Gianni Infantino(Bild: EPA/BOB FRID)

Collina: „Trainer und Spieler wurden informiert“
Den Schiedsrichtern sei empfohlen worden, besonderes Augenmerk auf bestimmte Situationen zu legen, die „im Zusammenhang mit den taktischen Vorgehensweisen einzelner Mannschaften auftreten können“, schrieb Collina. „Ein Beispiel hierfür ist, wenn angreifende Spieler versuchen, verteidigende Spieler an ihrer Bewegung zu hindern. „Trainer und Spieler wurden darüber informiert. Daher sollte es keine Überraschung sein, wenn Schiedsrichter solche Vergehen ahnden“, sagte Collina.

Jonathan Tah
Jonathan Tah(Bild: AFP/ALEXANDER HASSENSTEIN)

Zwar stelle das bloße Einnehmen oder Halten einer Position für sich genommen kein Foul dar. „Wenn ein angreifender Spieler jedoch kein Interesse am Ball hat und sich – selbst nur geringfügig – bewusst mit der klaren Absicht bewegt, die Laufbewegung eines Gegenspielers zu behindern und ihn so am Verteidigen zu hindern, sollten die Schiedsrichter und – falls erforderlich – auch der VAR die Situation sorgfältig analysieren und eingreifen“, sagte Collina. „Dies gilt insbesondere dann, wenn diese Taktik darauf abzielt, den gegnerischen Torhüter daran zu hindern, das Tor wirksam zu verteidigen.“

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