Nach Freilassung
US-Journalistinnen: “Sie zogen uns über Grenze”
Ausland
02.09.2009 18:50
Die beiden für mehrere Monate in Pjöngjang festgehaltenen US-Reporterinnen sind nach eigenen Angaben gewaltsam von Grenzsoldaten auf nordkoreanischen Boden gezogen worden, nachdem sie schon wieder auf chinesischem Grund waren. Wie sie auf der Homepage ihres Senders Current TV schrieben, hatten Laura Ling und Euna Lee den kommunistischen Staat nur kurz betreten und waren dann wieder jenseits der Grenze.
Die Soldaten "packten uns und zogen uns über einen zugefrorenen Fluss zurück nach Nordkorea und brachten uns zu einem Armeestützpunkt, wo wir festgenommen wurden", heißt es in ihrer Schilderung.
Ihr Führer und ein TV-Kollege konnten bei dem Vorfall am 17. März entkommen. Lee und Ling kamen erst vier Monate später wieder frei, nachdem der frühere US-Präsident Bill Clinton nach Pjöngjang gereist war. Nach ihrer Festnahme waren sie zu zwölf Jahren Arbeitslager verurteilt worden, Nordkorea warf ihnen feindliche Handlungen vor.
Noch immer litten sie unter großer Angst, schrieben sie in ihrem Bericht. "Aber wir sind unglaublich glücklich, wieder frei und mit unseren Familien vereint zu sein."
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