Blutauffrischung

Ahmadinejad beruft gleich 13 neue Minister

Ausland
19.08.2009 08:25
Der umstrittene iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat nach Medienberichten mindestens 13 neue Minister in sein 21-köpfiges Kabinett berufen, darunter auch drei Frauen. Wie die Nachrichtenagentur Fars Mittwoch früh aus Teheran berichtete, soll Außenminister Manouchehr Mottaki entgegen anderslautender Spekulationen wie vier weitere seiner bisherigen Kabinettskollegen im Amt bleiben.

Zuletzt war berichtet worden, dass Mottaki durch den als Hardliner geltenden Chef-Atomunterhändler Said Jalili ersetzt werden könnte. Nach seiner umstrittenen Wiederwahl am 12. Juni und seiner Vereidigung vor zwei Wochen muss Ahmadinejad die Kabinettsliste noch am Mittwoch dem Parlament zur Zustimmung vorlegen.

Erste Ministerinnen seit 1979
Erstmals seit der Islamischen Revolution von 1979 werden laut Fars mit Marzieh Vahid Dastjerdi und Fatemeh Ajorlou als Gesundheits- bzw. Sozialministerin und Susan Keshavarz als Erziehungsministerin drei Frauen Regierungsverantwortung tragen. Die bisher letzte Ministerin im Iran war unter dem Schah-Regime im Amt und nach der Revolution exekutiert worden. 

Der Kleriker Heydar Moslehi soll Fars zufolge Informationsminister und Chef des Geheimdienstes werden. Neuer Öl-Minister werde der frühere Handelsminister Massoud Mir-Kazemi, hieß es.

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