"Pflicht getan"
Karadzic bereut Rolle im Bosnien-Krieg nicht
Karadzic muss sich derzeit vor dem UN-Tribunal wegen des Vorwurfs von Kriegsverbrechen und Völkermord im Bosnien-Krieg verantworten, bei dem rund 100.000 Menschen ums Leben kamen. Das Tribunal konzentriert sich in den insgesamt elf Anklagepunkten auf die 43-monatige Belagerung der bosnischen Hauptstadt Sarajevo und das Massaker von Srebenica, bei dem 1995 rund 8.000 Muslime getötet wurden.
Stolz darauf, Pflicht getan zu haben
Der ehemalige bosnische Serben-Führer weist jedoch alle Anklagepunkte zurück. Er bedaure, dass der Krieg stattgefunden habe, aber sie hätten keine Wahl gehabt, schrieb Karadzic. Am stolzesten sei er darauf, seine Pflicht getan zu haben, nicht aus Selbstinteresse und ohne sich persönlich zu bereichern.
Karadzic war am 21. Juli vergangenen Jahres verhaftet worden. Er hatte unter falschem Namen in Serbien gelebt und als Arzt gearbeitet. Zusammen mit dem früheren bosnisch-serbischen Militärchef Ratko Mladic war Karadzic der meistgesuchte mutmaßliche Kriegsverbrecher. Mladic ist weiter auf der Flucht.
Mehr zum Fall Karadzic findest du in der Infobox!
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