Leitzins fix bei 1%

EZB sieht Abschwächung der Rezession

Ausland
06.08.2009 16:28
Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht Anzeichen für eine Abschwächung der Rezession im Euro-Raum. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet erklärte am Donnerstag in Frankfurt am Main, zwar werde die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Jahr voraussichtlich schwach bleiben, aber der Rückgang verlangsame sich erkennbar. Zuvor hatte der Rat den Leitzins für den Euroraum erwartungsgemäß auf dem Rekordtief von 1 Prozent belassen.

"Die Stimmung ist – zu Recht oder zu Unrecht – etwas besser als in der Vergangenheit", sagte Trichet. Der EZB-Chef wies aber auch darauf hin, dass die Konjunkturkrise in den kommenden Monaten verstärkt auf den Arbeitsmarkt durchschlagen werde. Generell rechnen die Währungshüter nach einer Phase der Stabilisierung im kommenden Jahr wieder mit positiven Quartals-Wachstumsraten.

Letzte Senkung im vergangenen Mai
Zum letzten Mal hatte die EZB den Leitzins im Mai gesenkt und zwar auf dem Rekordtief von 1 Prozent. Um die Kreditvergabe zwischen den Banken anzukurbeln, hatten die Europäischen Währungshüter dann Ende Juni den Banken mit 442 Milliarden Euro für eine Laufzeit von zwölf Monaten die größte Liquiditätsspritze aller Zeiten verpasst.

Zudem begann die EZB damit, besicherte Schuldverschreibungen wie zum Beispiel Pfandbriefe aufzukaufen, bisher im Volumen von 5,85 Milliarden Euro. Geplant ist ein Volumen von insgesamt 60 Milliarden Euro. Die EZB steht mit ihrem Leitzins-Vorgehen übrigens nicht allein da: Auch die britische Notenbank ließ am Donnerstag bei einer Sitzung diesen unverändert auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent.

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