Schiffsunglück

Fähre in Südsee gesunken – 23 vermisst

Ausland
06.08.2009 08:37
Nach dem Sinken einer Fähre in der Südsee vor dem Inselstaat Tonga bangen die Rettungskräfte noch immer um 23 Vermisste. Es wird befürchtet, dass viele von ihnen ertrunken sind. An Bord der "Princess Ashika" waren nach Angaben des zuständigen neuseeländischen Rettungszentrums 49 Passagiere und 30 Besatzungsmitglieder, als die Fähre in der Nacht zum Donnerstag in unruhiger See unterging. 55 Menschen konnten bis Donnerstag gerettet werden, eine Leiche wurde geborgen. Der australische Ministerpräsident Kevin Rudd sagte am Rande einer Konferenz, es sei mit einem "beträchtlichen Verlust menschlichen Lebens" zu rechnen.

Ein Überlebender sagte nach Berichten der Website Matangi Tonga, dass alle Geretteten Männer seien. Die Frauen und Kinder seien in einem anderen Raum untergebracht gewesen und seien womöglich mit der Fähre in die Tiefe gerissen worden. Er sei von einem heftigen Schlingern der Fähre geweckt worden, bei dem das Schiff offenbar Schlagseite bekommen habe und gekentert sei, sagte der Mann.

Mittlerweile sind auch zwei Flugzeuge der neuseeländischen Luftwaffe vor Ort, um die drei Schiffe der Einsatzkräfte (siehe Bild) bei der Suche in dem rund 130 Quadratkilometer großen Gebiet zu unterstützen. 

Fähre war fast 40 Jahre alt
Die fast 40 Jahre alten Fähre sank den Angaben zufolge rund 90 Kilometer nordöstlich der tongaischen Hauptstadt Nuku'alofa. Sie war als Ersatzschiff bis zur Fertigstellung einer neuen Fähre im Einsatz, wie ein Sprecher des neuseeländischen Zentrums für Rettungskoordination sagte.

Die Fähre war auf dem Weg von der tongaischen Hauptstadt Nuku'alofa nach Ha'afeva auf den Nomuka-Inseln.

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