"Durch die raschen Veränderungen, denen der See ausgesetzt ist, ist es wichtig, ihn laufend wissenschaftlich zu beobachten und Messungen durchzuführen", erklärt Agrarlandesrat Werner Falb-Meixner (VP).
Mittlere Nährstoffwerte, kaum Krankheitserreger
Mit dem Nährstoffsystem wird der Zustand von Stillgewässern charakterisiert. Der Nährstoffgehalt bestimmt insbesondere das Wachstum der Algen. Der ökologische Zustand des Neusiedler Sees ist durch ein hohes natürliches Nährstoffpotenzial besonders an Phosphor- und auch an Stickstoffverbindungen geprägt, das von Menschen zusätzlich beeinflusst wird. Derzeit hat der See einen mittleren Nährstoffgehalt und erreicht damit die zweitbeste von vier Einteilungsstufen. Das Flachgewässer besitzt damit eine mittlere Sauerstoffmenge und mittleres Algenwachstum.
Gemäß der EU-Vorgaben werde der See auch hygienisch beurteilt. Es werden die Mengen an Koli-Bakterien und Darmbakterien bestimmt. "Sowohl die Messungen aus dem Jahr 2008 als auch die des heurigen Jahres stellen dem Neusiedler See ein hervorragendes Zeugnis aus. Er besitzt ausgezeichnete Badewasser-Qualität und erreicht damit die vierte und höchste Stufe der Bewertungsskala", sagt Landesrat Falb-Meixner. Ein wesentlicher Grund für die positive Gesamtsituation des Neusiedler Sees seien die seit den 70ern erbauten und laufend adaptierten Kläranlagen in der Umgebung.
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