Pest in China

Behörden: Lungenpest von Hund übertragen

Ausland
06.08.2009 09:29
Die chinesischen Behörden vermuten, dass die Lungenpest im Norden des Landes von einem Hund auf das erste Todesopfer übertragen wurde. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwochabend berichtete, starb der Hund eines 32-Jährigen ersten Tests zufolge offenbar an der Krankheit, nachdem er ein infiziertes Murmeltier gefressen hatte. Der Hirte habe dann seinen Hund ohne Schutzmaßnahmen begraben und sich dabei vermutlich ebenfalls mit der tödlichen Krankheit angesteckt, sagte Behördenchef Wang Hu. Der Mann starb drei Tage später.

Die Stadt Ziketan in der tibetisch geprägten Provinz Qinghai wurde von den chinesischen Behörden komplett abgeriegelt, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Ein an der Seuche Erkrankter schwebt in Lebensgefahr. Sieben weitere Menschen, mehrheitlich Verwandte des ersten Todesopfers, haben sich ebenfalls angesteckt. Bisher starben in der Region drei Menschen an der Lungenpest. 

Eine der tödlichsten Infektionskrankheiten
Die Lungenpest wird von den gleichen Bakterien verursacht wie die Beulenpest. Während diese vor allem durch Insektenbisse übertragen wird, verbreitet sich die Lungenpest durch Tröpfcheninfektion. Erkrankte leiden an Husten, blutigem Auswurf und Atemnot. Die Lungenpest gilt als eine der tödlichsten Infektionskrankheiten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) können Menschen schon innerhalb von 24 Stunden nach der Infektion sterben.

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