In Seenot geraten
Flüchtlingsdrama in der Karibik fordert viele Tote
70 der in Seenot geratenen Haitianer hätten sich auf ein Riff flüchten können, von ihnen seien bis zum Abend 40 gerettet worden, hieß es. Nach unterschiedlichen Angaben waren 160 bis 200 Haitianer auf dem Boot gewesen, als es am Nachmittag (Ortszeit) kenterte. Von den übrigen bis zu rund 130 Passagieren wurden zunächst jedoch nur vier tot gefunden.
Helikoptereinsatz zu Rettung der Gekenterten
Einige Bootsinsassen wurden so schwer verletzt, dass sie mit Helikoptern zur medizinischen Behandlung in die Hauptstadt der Turks-und Caicos-Inseln, Providenciales, geflogen werden mussten. Nach Angaben der Zeitung "Turks and Caicos Sun" stammte das Boot aus der Hafenstadt Cap Haitienne.
Flucht als einziger Ausweg für Haitianer
Zu Hunderten wagen die Haitianer immer wieder die gefährliche Bootsfahrt, um der drückenden Perspektivenlosigkeit im ärmsten Land Amerikas zu entgehen. Sie brechen von Nordhaiti aus in brüchigen Booten auf, um über die Turks- und Caicosinseln und die Bahamas die USA zu erreichen. Erst in der vergangenen Woche fing die US-Küstenwache ein überfülltes Boot mit 124 haitianischen Flüchtlingen etwa 240 Kilometer südwestlich des Unglücksorts ab.
Immer wieder schwere Unglücke
Bei den Überfahrten gab es in der Vergangenheit immer wieder schwere Unglücke mit vielen Toten. So kamen im Mai 2007 über 50 Haitianer ums Leben, als ihr Boot vor den Turks- und Caicos-Inseln gekentert war. Im Mai dieses Jahres starben bei einem Unfall vor der Küste Floridas neun haitianische Flüchtlinge.
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