Die kleine Hannah hatte 1995 ein Spenderherz erhalten, nachdem bei ihr eine angeborene Herzmuskelschwäche festgestellt worden war, wie die Ärzte vom Londoner Imperial College in der Fachzeitschrift "The Lancet" berichteten. Das Spenderorgan wurde an ihrem eigenen Herzen befestigt und übernahm fortan dessen Funktion. In der Zeit nach der Herz-OP bekam das Mädchen starke Medikamente, um zu verhindern, dass ihr Immunsystem das neue Herz abstößt. Zudem erkrankte Hannah an einer Form von Krebs, die häufig nach Organtransplantationen auftritt, und musste mehrere Chemotherapien über sich ergehen lassen.
Als Hannahs Körper das fremde Organ schließlich doch abzustoßen begann, entschieden die Ärzte im Februar 2006, das Spenderorgan zu entfernen - Hannahs eigenes Herz hatte sich wie durch ein Wunder erholt.
Hannah ist fast vollständig genesen
Heute ist Hannah nach Angaben ihrer Ärzte nahezu vollständig genesen und führt ein normales Leben. Sie treibt Sport, hat einen Nebenjob und will nach der Schule Kinderbetreuung studieren.
Die Mediziner erhoffen sich nun weitere Erkenntnisse für die Tranplantationsforschung. Auch für die Entwicklung künstlicher Herzen für Babys mit angeborenen Herzfehlern sei Hannahs Fall sehr nützlich gewesen.
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