Tödliches Volksfest
65-Jähriger bei Stierhatz in Albacete aufgespießt
Ausland
26.07.2009 22:14
Ein junger Stier hat bei einer Hatz nahe Albacete im Südosten Spaniens einen Mann auf die Hörner genommen und tödlich verletzt. Der 65-Jährige sei am Hals ausgespießt worden und kurz darauf in einem Krankenhaus gestorben, meldete ein Rundfunksender am Sonntag. Die Hatz war Teil eines Volksfestes zu Ehren des Schutzpatrons der rund 30.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Hellín.
Erst vor zwei Wochen war bei den traditionellen Stiertreiben im nordspanischen Pamplona ein 27-Jähriger von einem der Tiere tödlich verletzt worden. Auch er war am Hals aufgespießt worden. Bei dem Spektakel werden an acht Tagen Kampfstiere durch die Altstadt gejagt und abends von den Toreros in der Arena getötet.
Berühmt wurde der "Encierro" in Pamplona vor allem durch Ernest Hemingway, der dem Ereignis in seinem Roman "Fiesta" ein literarisches Denkmal setzte. Besonders junge Männer aus angelsächsischen Ländern fühlen sich alljährlich von dem gefährlichen Ritual angezogen.
Symbolbild
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