Polizeibrutalität?
Krawalle erschüttern Stadt in Südfrankreich
Die Polizei setzte nach Feuerwehrangaben ihrerseits Tränengas ein. Mindestens 200 Sicherheitskräfte wurden vorsorglich mobilisiert, nachdem es bereits in den vorangegangenen Nächten zu heftigen Ausschreitungen und Brandstiftungen gekommen war.
Erste Unruhen schon am Mittwoch
Der später verstorbene junge Mann war am Montag auf einem Kommissariat wegen einer Erpressungsaffäre verhört worden. Nach Behördenangaben erhängte er sich nach einer Vernehmung in seiner Zelle. Nach Gerüchten über eine mögliche Misshandlung hatten Jugendliche bereits in der Nacht auf Mittwoch 32 Autos angezündet sowie mehrere Geschäfte und Häuser beschädigt.
Die Familie des jungen Mannes rief daraufhin zur Ruhe auf und erklärte, sie habe Vertrauen in die Justiz, die nun die genauen Todesumstände ermittelt. Die Angehörigen erstatteten am Donnerstag jedenfalls Anzeige gegen unbekannt.
Staatsanwaltschaft stellt sich vor Polizei
Die zuständige Staatsanwaltschaft Saint-Etienne teilte unterdessen mit, der Leichnam des 21-Jährigen weise "keinerlei Spuren von Gewalt" auf. Frankreich hatte im Herbst 2005 wochenlange Vorstadtkrawalle erlebt, nachdem zwei Jugendliche auf der Flucht vor der Polizei gestorben waren.
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