Mordversuch

Lehrer prügelte Schüler halb tot

Ausland
10.07.2009 12:41
Unfassbare Szenen an einer katholischen Schule in England: Mitten im Unterricht rastete der 49-jährige Lehrer Peter H. aus und versuchte, einen seiner Schüler zu töten. Mit einem zwei Kilogramm schweren Eisengewicht schlug er mehrmals auf den Kopf des 14-jährigen Jack W. ein. Der Bub kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Drei weitere Schüler, die versuchten, ihrem Klassenkameraden zu helfen, wurden bei dem Angriff ebenfalls verletzt.

Noch ist nicht restlos geklärt, wieso der Pädagoge der "All Saints Roman Catholic School" in Mansfield derart ausrastete. Angeblich sollen ihn Schüler wegen seiner Verhaltensauffälligkeiten verspottet haben. Vor einem halben Jahr hatte Peter H., der immer einer der beliebtesten Lehrer der Schule war, einen Schlaganfall erlitten. "Seitdem war er irgendwie merkwürdig. Er sprach mit sich selbst und begann während des Unterrichts immer wieder zu zittern", berichtete ein Schüler.

Laut unbestätigten Medienberichten nahm das Drama seinen Lauf, als die Schüler in Peter H.s Physikunterricht das Lied "Man in the Mirror" von Michael Jackson sangen, es aber auf "Psycho in the Mirror" ("Verrückter im Spiegel") umtexteten. "Er sagte den Schülern, dass sie damit aufhören sollen, aber sie machten weiter. Schließlich stürmte er auf Jack zu und nahm ihn in den Schwitzkasten. 

"Ich werde dich töten!"
Als ein Schüler Jack W. zur Hilfe kommen wollte, schmiss Peter H. ein Gewicht nach dem Burschen. Schließlich zerrte er Jack in einen Materialraum, schrie 'Ich werde dich töten!' und schlug mehrmals mit dem Gewicht auf den Kopf des Buben ein", so ein Augenzeuge. Drei Schüler, die ihrem Klassenkameraden zur Hilfe eilten, wurden ebenfalls verletzt. Der gesamte Raum war anschließend mit Blutspritzern übersät. 

Erst als zwischenzeitlich alarmierte Polizeibeamte Peter H. Handschellen anlegten, ließ er von Jack W. ab. Der verheiratete Vater von zwei Töchtern wurde in Haft genommen. Ihm droht nun eine Anklage wegen versuchten Mordes. "Das, was er getan hat, war wirklich unglaublich böse. Aber dass die ganze Klasse dabei zusehen musste, war wirklich der Gipfel", so eine Schülerin. Ermittlungsleiter Adrian Pearson sagte, die ganze Klasse sei "traumatisiert". Jack W. schwebt mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr.

Symbolfoto

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