Ungarn in Sorge
Zusammenstöße mit Rechtsradikalen in Budapest
Die Demonstration richtete sich gegen das zwei Tage zuvor von einem Budapester Gericht verhängte, rechtskräftige Verbot der Ungarischen Garde. Die paramilitärische Gruppe war im Sommer 2007 von der rechtsextremen Partei Jobbik (Die Besseren) gegründet worden.
Erinnerung an Faschisten
Die Formation verwendet Uniformen und Symbole, die an die faschistische Herrschaft in Ungarn erinnern, und marschiert häufig durch Orte und Siedlungen mit Roma-Bevölkerung.
Bei der Kundgebung wurden Parolen wie "Es lebe die Garde!" und "Dreckige Juden!" gerufen. Unter den Demonstranten waren rund 100 Garde-Angehörige in Uniform. Sie formierten sich zu einem Sitzstreik und wurden teilweise von den Polizisten weggetragen. Auch der Jobbik-Chef Gabor Vona mischte sich unter die Demonstranten.
Jobbik-Chef kurzfristig verhaftet
Die Polizei verhaftete ihn zwischenzeitlich, musste ihn aber in der Nacht wieder auf freien Fuß setzen. Seine Partei hatte bei der Europawahl im Juni 15 Prozent der Stimmen auf sich vereint.
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