100 Milliarden Euro
Südkorea rüstet massiv auf
Solche Wellen, die einem umfassenden Nuklearangriff vorausgeschickt werden könnten, könnten sämtliche Elektro-Systeme - also auch Waffensysteme - im Umkreis von hunderten Kilometern ausschalten. Rund 4,5 Milliarden Euro sollen bereits im kommenden Jahr zum Kauf von unbemannten Spionageflugzeugen verwendet werden, die in sehr großer Höhe aufklären können.
Präzisionswaffen und Frühwarnsysteme
Ebenfalls im kommenden Jahr sollen für 36 Milliarden Euro sogenannte bunkerbrechende Bomben gekauft werden, die bis zu 30 Meter unter die Erdoberfläche vordringen und so möglicherweise unterirdische Nuklearanlagen oder Kommandostände in Nordkorea zerstören können. Weitere Milliardensummen sind für Präzisionswaffen, Frühwarnsysteme und Lenkbomben eingeplant. Zudem sollen auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Verteidigungsbudget erhöht werden.
Nordkorea setzt Tests trotz weltweiter Kritik fort
Südkorea reagiert damit auf die wachsenden Spannungen mit Nordkorea, das als Reaktion auf verschärfte UN-Sanktionen den Bau weiterer Atombomben angekündigt hatte. Nordkorea hatte am 25. Mai trotz weltweiter Kritik bereits zum zweiten Mal seit 2006 eine Nuklearwaffe getestet. Erst am Donnerstag hatte das kommunistische Regime die Weltgemeinschaft mit neuen Raketentests herausgefordert und vier Kurzstreckenraketen abgefeuert (siehe Story in der Infobox). Beobachter rechneten mit weiteren Tests - womöglich auch mit Mittel- und Langstreckenraketen.
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