Air-France-Tragödie
Airbus nicht in der Luft auseinandergebrochen
"Das Flugzeug ist ohne technische Probleme abgeflogen", sagte Bouillard. Allerdings sei die Kontrollstation in Dakar nicht ordnungsgemäß informiert worden. "Dakar hat keinen Flugplan erhalten, man hat sie in der Adressatenliste vergessen", sagte Bouillard. Dies habe dazu geführt, dass das Verschwinden des Flugzeugs erst Stunden später aufgefallen sei.
24 automatische Kontrollsignale
Um 1.35 Uhr hatte die Maschine vom Typ A330 zum letzten Mal Kontakt mit einer brasilianischen Kontrollstation. Um kurz nach zwei wurden 24 automatische Notsignale gesendet. Demnach war das Flugzeug nur noch manuell zu bedienen. Um 8.00 Uhr habe die Kontrollstation in Madrid erstmals Alarm ausgelöst, sagte Bouillard. Das erste Suchflugzeug hob gegen Mittag in Dakar ab.
Bisher wurden 640 Trümmerteile gefunden. Auffälligerweise wurde keine einzige aufgeblasene Rettungsweste entdeckt. Am 1. Juni war die Air-France-Maschine mit 228 Menschen an Bord auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris in den Atlantik gestürzt. Niemand hat überlebt, 55 Leichen wurden geborgen. Unter den Vermissten ist auch eine Tirolerin.
Flugschreiber-Suche wird am 10. Juli eingestellt
Frankreich will die Suche nach Signalen der Flugschreiber der in den Atlantik gestürzten Air-France-Maschine am 10. Juli einstellen. Die Lebenszeit der Batterien der Peilsender der Black Boxes nähere sich ihrem Ende, erklärte die französische Flugunfallbehörde BEA am Donnerstag in Le Bourget.
Nach dem Verstummen der Sender werde eine zweite Such-Phase eingeleitet. Dabei werde der Meeresboden "systematisch" mit Tauchfahrzeugen und Schleppsonaren abgesucht. Für diese auf einen weiteren Monat angelegte zweite Phase werde das französische Meeresforschungsschiff "Pourquoi pas" eingesetzt.
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