Nach Wahl im Iran
Scharfe Töne Ahmadinejads gegen den Westen
Beobachter gehen davon aus, dass er damit deutlich machen wollte, dass die Kompromissbereitschaft Teherans bei Streitthemen wie dem iranischen Atomprogramm oder der Nahost-Politik geringer als je zuvor sein werde. Dabei ist Ahmadinejads umstrittene Wiederwahl noch nicht einmal offiziell bestätigt worden - Kritiker sprechen von Wahlbetrug.
Westen hat "iranische Nation beleidigt"
US-Präsident Barack Obama und führende Politiker europäischer Länder hätten "die iranische Nation beleidigt", weil sie sich in innere Angelegenheiten der Islamischen Republik eingemischt hätten, betonte Ahmadinejad weiter. Der US-Präsident und europäische Regierungschefs hatten die Regierung in Teheran aufgefordert, den Konflikt nach den Wahlen mit friedlichen Mitteln zu lösen und keine Gewalt zur Unterdrückung friedlicher Proteste anzuwenden. "Diesmal wird die iranische Nation entschieden und klar antworten, so dass ihr beschämt seid und bereut", sagte Ahmadinejad in Richtung westlicher Staaten.
"Imperialistische und arrogante Rhetorik"
Die Weltmächte sollten zu ihren eigenen Grenzen zurückkehren, mit der Einmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten aufhören und ihr Ansehen nicht beschädigen, indem sie mit "imperialistischer und arroganter Rhetorik" zur Welt sprächen, sagte er weiter. Die Führung in Teheran will die diplomatischen Beziehungen zu verschiedenen europäischen Staaten, darunter Großbritannien, Frankreich und Deutschland, überprüfen oder sogar herabstufen.
Wächterrat richtet Sonderkommitee ein
Nach Massenprotesten und blutigen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten mit mindestens 25 Toten hat der Wächterrat indes einen Lösungsvorschlag zur Beilegung des Konflikts gemacht. Demnach soll ein Sonderkomitee gebildet werden, um zehn Prozent der Ergebnisse der Präsidentschaftswahl vom 12. Juni zu überprüfen (siehe Story in der Infobox).
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