Plus zwölf Prozent bei den Nächtigungen in Bad Bleiberg, plus 11,8 Prozent im Gitschtal und um 8,9 Prozent mehr Übernachtungen in Finkenstein: Nachdem sich Kärntens Hoteliers über die zweitbeste Wintersaison (3,69 Millionen Nächtigungen) in der Geschichte des Kärntner Tourismus freuen durften, gibt es noch keine Hinweise, wie die Sommersaison heuer verlaufen wird.
„Bis jetzt geht es super. Die Zugriffe auf unsere Internetseite sind um 50 Prozent gestiegen. Insgesamt haben wir 25 Prozent mehr Anfragen von Urlaubern als im Vorjahr“, erklärt Andreas Krobath, Tourismusdirektor der Region Klopeiner See/Südkärnten.
Buchungen bleiben noch aus
Obwohl die potenziellen Gäste auch die Telefone der Hoteliers zum Glühen bringen, halten sie sich mit den Buchungen noch zurück. „Der große Nachfragedruck für den August lässt noch auf sich warten. Der Tourismus wird zum Tagesgeschäft – die Gäste buchen noch kurzfristiger als in den Jahren zuvor“, bestätigt Thomas Michor von der Region Villach-Faaker See-Ossiacher See. Ein Trend, der auch für die Regionen rund um den Wörthersee zutrifft, wie der neue Geschäftsführer des Velden Tourismus, Roland Sint, bestätigt.
Ob auch das Urlaubsland Kärnten in den Sog der Wirtschaftskrise geraten wird, ist noch völlig unklar. Die Sprecherin der Kärnten Werbung, Barbara Tschöscher, warnt die Hoteliers jedenfalls davor, Gäste mit Billig-Urlauben zu locken: „Es kann dann Jahre dauern, bis wieder ein normales Preisniveau erreicht wird.“
von Thomas Leitner (Kärntner Krone) und kaerntnerkrone.at
Symbolbild
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