Blutige Tragödie
Luftangriff auf Zivilisten: USA geben Fehler zu
Unmittelbar nach dem Angriff hatte das Pentagon zunächst bezweifelt, dass US-Streitkräfte für das Massaker verantwortlich seien. Stattdessen war von einer Aktion der Taliban die Rede gewesen. Der veröffentlichte Bericht führt nun jedoch als "zentrale Beanstandung" den regelwidrigen Luftangriff eines B-1-Bombers an, der an dem Einsatz beteiligt war. Wegen einer besonders schwierigen Anflugroute habe der Bomber sein Ziel aus dem Visier verloren, sei aber dennoch mit dem Angriff fortgefahren. Verteidigungsminister Robert Gates sei am Montag in einem einstündigen Briefing über die Ergebnisse der Untersuchung informiert worden, sagte Morrell.
Der Tod der Zivilisten bei dem Einsatz im Bezirk Bala Buluk vor einem Monat hatte in Afghanistan für wütende Proteste gesorgt. Eine Untersuchung der afghanischen Regierung ergab, dass bei den Luftangriffen auf mutmaßliche Taliban-Stellungen 140 Zivilisten getötet wurden, unter ihnen 95 Kinder.
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