Widerstand gegen die Staatsgewalt, Körperverletzung und schwere Sachbeschädigung - die Liste der Delikte, die sich der Raser aus Eisenstadt bei seiner Flucht vor der Polizei zu Schulden hat kommen lassen, ist lang. Anfang Dezember des vergangenen Jahres hatte sich der 20-Jährige hinter das Steuer des Autos eines Bekannten gesetzt - ohne Führerschein und betrunken.
Streifenwagen beinahe von Straße gedrängt
Aufgefallen war der Golf den Polizisten zwischen Sigleß und Krensdorf. Als sie den Fahrer stoppen wollten, sah dieser rot. "Der Mann versuchte, den Streifenwagen von der Straße abzudrängen", hieß es jetzt am Landesgericht. Nur durch eine Notbremsung konnten die Gesetzeshüter einen Unfall verhindern. Doch die Odyssee hatte noch kein Ende: In Zemendorf raste der Eisenstädter durch eine Straßensperre und auf die Uniformierten zu. Mit einem Sprung zur Seite mussten sie sich in Sicherheit bringen.
"Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist"
In Wulkaprodersdorf wurde der Burgenländer schließlich von zwei Streifenwagen umstellt. Doch statt aufzugeben, legte der Raser den Retourgang ein und krachte gegen das Polizeiauto. Danach fuhr er direkt auf die Beamten zu. Wenig später hatte die Verfolgungsjagd schließlich ein Ende.
"Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist", beteuerte der Angeklagte jetzt in Eisenstadt. Das Urteil von Richter Karl Mitterhöfer: Sechs Monate bedingt. Zudem muss der 20-Jährige für den entstandenen Schaden aufkommen.
von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung
Symbolbild
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