Mi, 15. August 2018

Riesenfete in Berlin

24.05.2009 08:57

Hunderttausende feiern Grundgesetz-Jubiläum

Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin beim Bürgerfest der deutschen Bundesregierung den 60. Jahrestag des Grundgesetzes gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein strömten die Besucher zu der Festmeile am Brandenburger Tor und im Tiergarten, wo ein Programm mit Musik und Talkrunden stattfand. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundestagspräsident Norbert Lammert (beide CDU) würdigten die Verfassung als Glücksfall für Deutschland.

"Das Bürgerfest hat einen sensationellen Anklang gefunden", sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg. Nach seinen Angaben besuchten 625.000 Menschen die Festmeile über den Tag verteilt. Anlässlich des Jahrestags präsentierten sich auf dem Fest auch die Bundesländer und die Bundesministerien sowie andere politische Institutionen der Bundesrepublik. Im benachbarten Reichstag hatte ab Mittag die Bundesversammlung getagt und Bundespräsident Horst Köhler im ersten Wahlgang als Staatsoberhaupt wiedergewählt (siehe Infobox).

"Mensch steht im Mittelpunkt"
"Wir feiern Freiheit, Einheit, Demokratie", schrieb Merkel in einem Gastbeitrag für die "Berliner Zeitung" vom Samstag. "Der Schlüssel zu diesem großen Glück liegt in einem großen Satz: Die Würde des Menschen ist unantastbar." Damit sei klar: "Nicht der Staat, nicht eine Partei oder eine bestimmte gesellschaftliche Klasse sind das Maß der Dinge. Nein, es ist der Mensch mit seiner unantastbaren Würde, der im Mittelpunkt steht."

Rückblick auf 60 erfolgreiche Jahre
Lammert würdigte das Grundgesetz bei der Eröffnung der Bundesversammlung als "die beste und die freiheitlichste Verfassung, die Deutschland je hatte". Die Bundesrepublik Deutschland könne "auf sechzig außergewöhnlich gute, erfolgreiche Jahre in Frieden und Freiheit zurückschauen", sagte er. Deutschland könne deshalb "auch in schwierigen Zeiten mit begründeter Zuversicht in die Zukunft blicken". "Es verdankt dieses Glück keinem anderen Dokument mehr als der vorläufigen Verfassung eines damals geteilten Landes: dem Grundgesetz", sagte er.

Gegendemonstrationen verliefen friedlich
Mehrere linksradikale Gruppen demonstrierten am Abend gegen die Feiern. An dem Protest unter dem Motto "Etwas besseres als die Nation - Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit" versammelten sich laut Veranstalter rund 2.500 Menschen im Ostteil der Stadt. Die Polizei sprach von rund 2.000 Teilnehmern. Die Proteste verliefen demnach ruhig. Der Start des Demonstrationszuges verzögerte sich einem Polizeisprecher zufolge, da Demonstranten gegen Auflagen verstoßen hätten, indem sie sich mit "Tüchern und Sonnenbrillen" vermummt hätten.

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