Kurioser Streit

Stadtchef hinter Raser-Anzeigen vermutet

Kärnten
28.04.2009 19:51
Kleine Ursache, große Wirkung, sprich Aufregung: Ein um 10 km/h herabgesetztes Tempolimit beschäftigt in St. Veit die Menschen derart intensiv, dass sich sogar Bürgermeister Gerhard Mock öffentlich rechtfertigen muss. Mock stehe hinter 1.000 Raser-Anzeigen, glauben manche. "Stimmt nicht!", sagt der Stadtchef.

Seit beinahe Menschengedenken gab es am sogenannten "Zensweger Riegel" ein 50-m/h-Limit. 2007 verordnete dann die Bezirksbehörde auf Basis eines hochpeinlichen Gutachtens einen "40-er". Was niemanden aufregte und alle ignorierten - bis Bürgermeister Gerhard Mock in dieses Promi-Viertel zog, und zeitgleich die Polizei die Laserpistolen zückte: 1.000 St. Veiter mussten bisher "blechen". 

"Ich werde beschimpft, erhalte wütende Briefe und stehe als Buhmann da. Dabei habe ich absolut nichts damit zu tun", versteht Mock die Welt nicht mehr. Nicht nur das! Die zehn km/h weniger haben sogar schon zur Gründung einer Bürgerinitiative geführt. "Wir wollen unseren 50er wieder", fordern einige Anrainer. Vermutlich die ersten Anrainer überhaupt, die eine Tempoerhöhung in ihrem Gebiet verlangen... 

Und die wird's geben. Mock: "Ich beantrage die Wiedereinführung von 50 km/h."

von Fritz Kimeswenger ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at

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