Piraten in Haft

Spanische Marine fängt neun Seeräuber

Ausland
28.04.2009 08:15
Am Montagabend sind offenbar jene Piraten, die am Wochenende einen Angriff auf das Kreuzfahrtschiff "MS Melody" mit 1.500 Menschen an Bord - darunter viele Deutsche und Österreicher - verübt hatten, von der spanischen Marine gestellt und gefangen genommen worden. Die Fregatte "Numancia" habe ein Boot mit neun Insassen gestoppt, die möglicherweise an dem Angriff auf das italienische Schiff vor der Küste Somalias beteiligt gewesen seien, wie das spanische Verteidigungsministerium in Madrid mitteilte. Weitere 29 mutmaßliche Piraten hat die russische Marine in Gewahrsam genommen.

Nachdem von Wachleuten an Bord der "Melody" abgewehrten Angriff verfolgten die "Numancia" sowie ein indisches Kriegsschiff und zwei Aufklärungsflugzeuge der Streitkräfte von Frankreich und den Seychellen die Piraten. Die neun Verdächtigen waren den Angaben zufolge zunächst auf zwei Booten unterwegs. Als sich die Marine-Schiffe näherten, gaben sie jedoch ein Boot auf und versuchten zu fliehen. In den Hoheitsgewässern der Seychellen wurden sie schließlich gestellt.

Die "MS Melody" gehört der in Genf ansässigen internationalen Reederei MSC Crociere, die in Deutschland von der Tochterfirma MSC Kreuzfahrten in München vertreten wird.

Russische Marine nimmt 29 Piraten gefangen
Die russische Marine hat vor der Küste Somalias 29 mutmaßliche Piraten gefangen genommen. Ein russischer Zerstörer habe das Boot gestoppt und 29 Insassen in Gewahrsam genommen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau laut russischen Nachrichtenagenturen am Dienstag mit. An Bord seien sieben Kalaschnikow-Gewehre, mehrere Handfeuerwaffen, Munition und zum Teil Satelliten gestütztes Navigationsgerät sichergestellt worden.

Die Piratenangriffe vor der Küste Somalias, im Golf von Aden und im Indischen Ozean haben seit vergangenem Jahr deutlich zugenommen. Derzeit sind 16 Schiffe und mehr als 250 Seeleute in der Gewalt von Seeräubern.

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