In Kärnten haben sich die Parteien eine besonders intensive Materialschlacht um die Nachfolge Jörg Haiders geliefert: Die Inseratenkosten sind gegenüber der Wahl vor fünf Jahren um mehr als zwei Drittel auf fast 1,9 Millionen Euro gestiegen. Der Grund: Mit dem BZÖ ist eine fünfte Partei angetreten und auch die anderen Fraktionen mit Ausnahme der SPÖ haben ihre Budgets in Erwartung einer politischen Wende ordentlich hochgefahren. Am meisten hat die FPÖ ausgegeben, die kurz vor der Wahl vor dem Verfassungsgericht 1,2 Millionen Euro Parteienförderung erstritten hatte.
37 Euro pro "blauer" Wählerstimme
Der überraschende Wahlausgang lässt die Bilanz für die FPÖ aber besonders bitter aussehen: Die Freiheitlichen haben pro Wählerstimme 37 Euro für Inserate ausgegeben, das siegreiche BZÖ nur drei. Die ÖVP steigerte ihre Inseratenkosten um 63 Prozent und investierte damit acht Euro pro Wählerstimme, die Grünen steigerten ihre Ausgaben auf niedrigem Niveau um die Hälfte auf zwei Euro pro Wähler. Einzig die SPÖ gab um ein Viertel weniger für Inserate aus und zahlte damit letztlich vier Euro pro roter Wählerstimme für Inserate.
Ausgaben für Inserate von Jänner bis März in Kärnten:
| BZÖ | 483.140 Euro | n.k |
| SPÖ | 406.233 Euro | 539.625 Euro |
| ÖVP | 470.500 Euro | 287.942 Euro |
| Grüne | 34.047 Euro | 22.224 Euro |
| FPÖ | 488.500 Euro | 245.998 Euro |
| Kleinparteien | 3.708 Euro | 16.588 Euro |
Plakatwahlkampf nicht berücksichtigt
Nicht berücksichtigt sind in diesen Zahlen dagegen die Kosten für den Plakatwahlkampf: Hier wurden von Jänner bis März österreichweit 651.601 Euro ausgegeben, die aber weder den Parteien noch den Bundesländern konkret zuordenbar sind.
Symbolbild
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