"Wie neugeboren"
Ärzte entfernen Patientin 18 Kilo schweren Tumor
Der Tumor war bereits 2003 von Ärzten in Kuwait diagnostiziert worden, wo die Frau lebt. Die damalige Empfehlung der Mediziner, eine Hälfte des Beckens und das rechte Bein bei einer Operation entfernen zu lassen, lehnte die dreifache Mutter allerdings ab.
Patientin in "desolatem Zustand"
Als die Patientin im September 2008 zur Behandlung nach Berlin kam, befand sie sich nach Angaben der Ärzte in einem "desolaten Zustand". Durch den riesigen Tumor, der praktisch das gesamte Becken ausfüllte und massiv nach außen wuchs, waren einzelne Organe und Körperfunktionen zum Teil massiv beeinträchtigt. Weil die Harnblase verschlossen war, musste Urin über Schläuche durch die Haut abgeführt werden.
Mit Chemotherapie behandelt
In Berlin wurde die Patienten zunächst mit einer Chemotherapie behandelt, in deren Folge der Tumor deutlich schrumpfte. Anschließend wurde das bösartige Geschwulst in fünf Operationen, die jeweils im Abstand von zwei bis vier Wochen stattfanden, entfernt. Nach dem dritten Eingriff konnte die Frau, die die zurückliegenden sechs Monate nur noch gelegen war, sich erstmals wieder im Bett aufsetzen.
Nun kehrt die Patientin wieder in ihre Heimat zurück. Als Erstes werde sie ihre Kinder umarmen, sagte sie. Zu einem späteren Zeitpunkt soll der 35-Jährigen das teilweise entfernte Becken mit einem Implantat rekonstruiert und ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt werden.
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