Nach sechsjähriger Arbeit legen die Forscher damit das erste Gesamtgenom eines Wiederkäuers vor, die sich durch ihre vier Mägen auszeichnen, mit denen sie etwa das für viele Lebewesen unverdauliche Gras verwerten können.
Von den mindestens 22.000 Genen, die im Kuh-Genom die Herstellung verschiedener Proteine regeln, sind 14.345 von anderen Säugetierarten bekannt. Diese könnten für die medizinische Forschung besonders interessant sein, erklären die Forscher. Die Kuh hat 29 Erbgutträger (Chromosomen) und die Geschlechtschromosomen. Die Forscher hatten nur das weibliche X-Chromosom, nicht das männliche Y-Chromosom analysiert.
Das Kuh-Genom scheint sich seit der Abspaltung von den anderen Säugern deutlich umgebildet zu haben, berichten die Forscher. Es verfüge über auffallend viele Regionen mit Wiederholungen und Dopplungen, die auf vielfältige Anpassungen an die besondere Lebensform der Wiederkäuer hindeuten. Gibbs und seine Kollegen hoffen, dass die Besonderheiten im Genom der Kühe auch dem Verständnis von Erkrankungen beim Menschen und deren möglicher Behandlung zuträglich sind.
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