"Big Brother"

320 Kameras für Kärntens Tunnels

Kärnten
17.04.2009 17:38
Noch tummeln sich in der neuen Tunnelwarte der Asfinag viele Techniker, Kabel laufen scheinbar unmotiviert über den Boden, doch am Montag geht das neue System in Betrieb: Über eine riesige Videowand und viele Monitore werden in Klagenfurt die Kärntner Tunnels überwacht. Dadurch sollen die Autobahnen sicherer werden.

Überwachung ruft oft ein unangenehmes Gefühl hervor. Doch auf der Straße sorgt sie für mehr Sicherheit. Daher hat die Asfinag statt der bisherigen drei Tunnelwarten in Villach, Wolfsberg und Klagenfurt letztere modernst ausgebaut - um 7,6 Millionen Euro. Am Montag geht die Zentralwarte in Betrieb - drei Monate parallel zum alten System. 

320 Kameras in Betrieb
226 Kilometer Freiland und 49 im Tunnel werden mit gut 320 Kameras überwacht. Zeitgleich zeigt eine 35 Quadratmeter große Videowand 64 Bilder. Alarmmonitore spielen automatisch Ungewöhnliches ein, wie das Öffnen einer Nottür im Tunnel. "Dann blinkt auch sofort das Gelblicht und Tempo 60 wird angezeigt", erklärt Projektleiter Wolfgang Wissounig. 

Darauf reagieren die Männer - die Warte ist rund um die Uhr doppelt besetzt - sofort. "Ein Monitor zeigt, welche Polizeiinspektion zuständig ist", so Erich Konrad, der Leiter der Zentralwarte. Jeder "Operator" kann über die Radiofrequenz Durchsagen machen. "Im Unglücksfall kommen Einsatzkräfte wie die Feuerwehr in unseren Kriseninterventionsraum", so Operator Norbert Pirolt. 

Doch das Herzstück ist im Keller: zahlreiche, gekühlte, dreifach gesicherte Rechner. Übrigens: Die Bilder werden nur vier Stunden lang gespeichert.

von Christina Kogler, "Kärntner Krone"

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