Großer Schlag gegen die internationale Internet-Kriminalität: Ermittler der „Rip Deal Unit Vienna“ haben einen 37-jährigen Niederösterreicher festgenommen, der mit einer perfiden Masche ein Vermögen ergaunert haben soll.
Der Zugriff erfolgte bereits am 20. April dieses Jahres – jetzt werden immer mehr Details bekannt.
Ereignet haben soll sich alles im Jahr 2024. Damals fädelte der Betrüger „im Namen eines finanzstarken Investors“ ein Immobiliengeschäft mit einem deutschen Mann – dem späteren Opfer – ein. Im Zuge des „Deals“ brachte der 37-Jährige sein Opfer schließlich dazu, ein Krypto-Konto anzulegen, um dort eine Vermittlungsprovision für das anstehende Geschäft zu hinterlegen.
Zugangsdaten geändert
Doch im Hintergrund spielte sich was ganz anderes ab: Denn der Betrüger verschaffte sich Zugang zum Börserl des Deutschen, änderte die Zugangsdaten und kassierte das gesamte Investment des Opfers – satte 240.000 Euro in Krypto-Währung! Und nicht nur das: Laut den Ermittlern steht der Niederösterreicher unter Verdacht, dieselbe Masche gleich mehrmals probiert zu haben. Insgesamt 1,3 Millionen Euro soll er versucht haben, zu ergaunern.
Diese Art von Betrug wird nahezu ausschließlich von erfahrenen Banden der Westbalkanregion angewandt, die Investoren darstellen.
Anna Gutt, Polizeisprecherin
Für den 37-Jährigen klickten die Handschellen, außerdem wurde er wegen des Verdachts des schweren Betruges im Rahmen einer kriminellen Vereinigung und der Geldwäscherei angezeigt. Nun sitzt er in der Justizanstalt Wiener Neustadt, wie die Polizei gegenüber der „Krone“ bestätigte.
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