Heftige Krawalle
Schwere Ausschreitungen bei Neonazi-Demo
Ausland
12.04.2009 14:50
Am Rande einer Demonstration von rund 250 Rechtsextremisten ist es am Samstagnachmittag im deutschen Lüneburg zu Ausschreitungen gekommen. Daran beteiligt waren nach Angaben der Polizei sowohl Neonazis als auch linke Autonome, die den Aufmarsch der Rechten zu verhindern versuchten. Die Polizei leitete mehr als 190 Strafverfahren ein und nahm elf Personen fest.
Gegen die Neonazi-Kundgebung hatten zunächst am Vormittag 2.000 Menschen überwiegend friedlich demonstriert. Allerdings setzten die Beamten Schlagstöcke gegen 120 Autonome ein, die eine Polizeikontrolle überlaufen wollten.
Rechter Aufmarsch aufgelöst
Der Aufmarsch der Neonazis, die zu Mittag am Lüneburger Bahnhof begann, musste laut Polizei schon kurz nach Beginn wegen einer Sitzblockade von Gegendemonstranten unterbrochen werden. Daraufhin sei es aus dem rechtsextremistischen Demonstrationszug heraus zu massiven Übergriffen auf die Einsatzkräfte gekommen, die letztlich die Kundgebung auflösten. Auch im Anschluss daran seien mehrfach Polizisten tätlich angegriffen worden.
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