Gefährliche Böen

Vier Deutsche bei Paragleit-Unfällen verletzt

Kärnten
10.04.2009 11:32
Starker Wind hat am Mittwoch- und am Donnerstagnachmittag in Oberkärnten und Osttirol gleich zu vier Unfällen mit Paragleitern geführt. In Greifenburg wurde am Mittwoch ein 41-jähriger Nürnberger schwer verletzt, wenige Stunden später brach sich am selben Landeplatz ein Berliner bei der Landung das linke Bein. In der Nähe von Irschen blieb ein 40-jähriger Deutscher mit dem Rettungsfallschirm in einigen Bäumen hängen. In Silian stürzte am Donnerstagnachmittag ein 17-jähriger Deutscher mit seinem Gleitschirm rund fünf Meter in den Villgraterbach. Er musste mit Knieverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Der Bursche war gegen 17.00 Uhr mit seinem Gleitschirm vom Startplatz einer Flugschule im Ortsteil Sillianberg gestartet. Als er sich bereits im Landeanflug befand, geriet der 17-Jährige plötzlich in Schwierigkeiten. Der starke Wind trug ihn in östliche Richtung ab. Als der Bursche in Heinfels, unmittelbar neben dem Villgraterbach, laden wollte, stürzte er aus rund fünf Meter Höhe ins Wasser. Er wurde mit einer starken Unterkühlung und einer Knieverletzung mit der Rettung ins Bezirkskrankenhaus nach Lienz gebracht. 

Flugunfall in Greifenburg
Schon am Mittwochnachmittag hatte der starke Wind drei Piloten in Schwierigkeiten gebracht. In Greifenburg hatte der 41-jährige Nürnberger den Wind unterschätzt und die Herrschaft über sein Fluggerät verloren. Er stürzte ab und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Die Rettung brachte den Mann ins Krankenhaus Lienz.

Auch der  62-jährigen Berliner – ein Kollege des 41-jährigen Nürnbergers - hatte mit dem Wind zu kämpfen. Beim ersten Landeversuch zog eine Windböe sein Fluggerät nochmals in die Höhe. Beim zweiten Versuch trat er so unglücklich auf, dass er sich dabei das Bein brach. 

Mit Schirm in Bäumen gelandet
Auch in Irschen wurde die Rettung zu einem Flugunfall gerufen: Ein 40-jähriger Techniker aus Deutschland war in Turbulenzen geraten und in einer Seehöhe von 1.750 Metern etwa 200 Meter über Grund abgestürzt. Der Mann konnte sich aber „retten“ – er zog den Fallschirm und blieb damit in drei etwa acht Meter hohen Bäumen hängen. Die Crew eines Rettungshubschraubers barg den Deutschen unverletzt und flog ihn ins Tal.

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