3.000 Stunden lang beobachteten die Forscher laut "Spiegel Online" eine Schimpansengruppe an der Elfenbeinküste und machten dabei eine interessante Entdeckung. "Viele männliche Tiere haben den Weibchen immer wieder etwas von ihrer Beute abgegeben, überraschenderweise auch über einen längeren Zeitraum hinweg. Selbst Affendamen, die nicht fruchtbar waren, und Partnerinnen, mit denen sie schon lange keinen Sex mehr hatten, wurden bedacht. Das zeigt uns, dass die Männchen nicht nur auf den kurzfristigen Nutzen abzielen", sagt die Wissenschaftlerin Cristina Gomes.
Wer seine Nahrung regelmäßig mit den Weibchen teilte, verdoppelte seine Chance auf Sex. Egoistische Herren gingen hingegen leer aus. "Unsere Untersuchungsergebnisse sind ein weiterer Hinweis darauf, dass Schimpansen dazu in der Lage sind, Vergangenheit und Zukunft in ihr Denken einzubeziehen", sagt Gomes.
Auch mutige Affen werden mit Sex belohnt
Bereits zuvor hatten schottische Forscher festgestellt, dass Schimpansenmännchen begehrte Früchte von Feldern und aus Gärten klauen, um damit die Weibchen zu beeindrucken. Nach solch wagemutigen Aktionen wurden sie beim Sex zeitweise sogar häufiger berücksichtigt als das Alphatier der Gruppe.
In Indonesien hatten Wissenschaftler Anfang vergangenen Jahres außerdem beobachtet, dass auch freilebende Javaneraffen für Sex "bezahlen". Die Männchen entlohnten die Weibchen demnach mit unterschiedlich langer Fellpflege für den Paarungsakt (siehe Infobox).
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