Derzeit werden rund fünf Millionen Liter Milch zum normalen Handelspreis unter der Marke "Burgenland-Mülch" verkauft. Die restliche Produktion, etwa zehn Millionen Liter, müsse auf dem Weltmarkt platziert werden, so Falb-Meixner. Um eine Ungleichbehandlung der Bauern zu vermeiden, wird ein Mischpreis aus beiden Verkaufserlösen errechnet. Dieser werde durch Zahlungen des Landes Burgenland, der NÖM und möglicher anderer Partner aufgebessert. Das Land stelle insgesamt 200.000 Euro als Investitionsförderung zur Verfügung, der Zuschuss der NÖM bewege sich in der selben Höhe.
Überleben der Bauern möglich
Die Differenz zum normalen Milchpreis soll dann bei etwa 4,5 Cent liegen. Das sei aus seiner Sicht "eine Perspektive, die unseren Milchbauern auch das Überleben ermöglicht", sagte Falb-Meixner. Je mehr Milch im Burgenland von den Konsumenten gekauft werde, desto höher bewege sich der Preis für die Milchbauern. Mit 1. April bleibe somit "kein Liter Milch aus dem Burgenland unabgeholt". Die Milchbauern hätten "eine klare Perspektive für ihre Zukunft".
Der Milchpreis für die Bauern werde sich nach Berechnungen der Landwirtschaftskammer für die 18 Monate der Zwischenlösung bei etwa 26 Cent pro Liter bewegen, so Landwirtschaftskammerpräsident Franz Stefan Hautzinger. Wenn sich die Situation auf dem Weltmarkt bessere, werde mit einem höheren Erlös zu rechnen sein. "Wir gehen jetzt von einem äußerst schlechten Szenario aus", sagte Hautzinger. Die Vertragsdauer für die Milchbauern, die sich für diese Lösung entscheiden und damit auch eine Lieferverpflichtung eingehen, betrage fünf Jahre.
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