Während sich alle Parteien im Burgenland darüber einig seien, dass Energie "die Zukunftsfrage" sei, werde die Förderung von Sonnenstrom gestrichen, so Krojer. Eine Energieunabhängigkeit des Burgenlandes bis 2013, wie dies Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) ursprünglich angekündigt habe, seien aus Sicht der Grünen "leere Ankündigungen." Bis heute liege dazu kein Konzept vor.
65 Prozent Ökostrom
Im Burgenland würden derzeit 65 Prozent des verbrauchten Stromes als Ökostrom erzeugt. Dies sei durch eine gute Ökostromförderung möglich gewesen, seit 2005 stagniere jedoch der Ausbau, so die Klubobfrau. Aufgrund der jährlichen Zunahme des Verbrauchs um drei Prozent sinke der Ökostromanteil.
"Es gibt keinen politischen Beschluss, dass die Förderung weitergeführt wird", so Krojer. Die Grünen fordern, entweder die bisherige Photovoltaikförderung weiterzuführen oder ein neues Modell zu entwickeln. Bis dieses in Kraft trete, solle die alte Regelung verlängert werden.
Neuorganisation der Förderung
Die Photovoltaik-Förderung im Burgenland werde "neu organisiert und auf solide Beine gestellt" sowie auf die längst überfällige Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen seitens des Bundes abgestimmt, so SPÖ-Klubobmann Illedits. Photovoltaik sei der einzige Ökoenergiebereich, bei dem die Länder bisher 50 Prozent des Einspeistarifes mitfinanzieren mussten.
Der Bund müsse endlich für eine Gleichbehandlung aller alternativen Energieformen sorgen. Insgesamt seien 190 Anlagen mit insgesamt 274.600 Euro gefördert worden. Die Kofinanzierung des Einspeistarifs für die bereits genehmigten Anlagen erfordere weitere zwei Mio. Euro. Während das Kofinanzierungsmodell Ende März auslaufe, bleibe die Investitionsförderung weiter aufrecht, so Illedits.
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