Mehr als 120 SMS und 30 E-Mails soll der Burgenländer seiner ehemaligen besten Freundin binnen zwei Monaten geschickt haben. Über die Gründe gehen die Meinungen der beiden Streithähne auseinander. "Sie hat immer wieder schlecht hinter meinem Rücken über mich geredet. Ich habe nur darauf reagiert", sagte der beschuldigte Mann nun im Landesgericht Eisenstadt aus. Er selbst habe ihr mit einer Anzeige wegen Stalking gedroht.
"Musste meine Nummer ändern"
Anders sieht das die junge Frau: "Er war eifersüchtig auf einen Freund und hat mich ständig belästigt. Ich musste sogar meine Rufnummer ändern, trotzdem hörte der SMS-Terror nicht auf."
Ganz so schlimm dürfte es letztlich dann aber doch nicht gewesen sein. "Erst vor drei Wochen war sie mit einem Bekannten bei mir, damit ich eine Hifi-Anlage in dessen Auto einbaue", betonte der Angeklagte. Das musste die 20-Jährige schließlich zähneknirschend im Zeugenstand zugeben. Der Verteidiger: "Offensichtlich handelt es sich hier nur um einen Zwist unter jungen Leuten."
Angeklagter freigesprochen
Dieser Meinung schloss sich Richter Karl Mitterhöfer an: "Von einer beharrlichen Verfolgung kann nicht die Rede sein. Auch wenn es sicher nicht richtig war, ständig SMS an die Freundin zu schicken." Freispruch!
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