Attacke in Schule

13-Jähriger beim Turnunterricht verprügelt

Kärnten
20.03.2009 17:29
Das hohe Aggressionspotential an Kärntens Schulen bereitet, wie berichtet, vielen Eltern große Sorgen. "Mein Sohn wurde im Turnunterricht krankenhausreif geprügelt, aber es wurde nichts unternommen. Es dauert viel zu lange, bis etwas passiert", klagt der Elternvereinsobmann einer Oberkärntner Schule an.

Da es an Kärntens Schulen immer öfter zu Konflikten kommt, sind Mediatoren und Sozialarbeiter ja für Wochen ausgebucht. Erst am Dienstag ist jetzt erneut in einer Hauptschule die Gewalt eskaliert. "Ein Bub, der meinen Sohn schon öfters bedroht hatte, ist auf ihn losgegangen und hat ihn krankenhausreif geprügelt. Obwohl eine Suspendierung beantragt wurde, sitzt der Bursche aber noch immer in der Klasse", ist der Vater empört. 

Behörden haben nicht reagiert
Er kritisiert, dass die Behörden trotz des Vorfalls nicht sofort reagiert hätten: "Ich kann nicht so lange warten. Wer garantiert mir, dass der Bursche nicht wieder ausrastet?" 

Von der "Krone" damit konfrontiert, hat sich Landesschulratspräsidentin Claudia Egger des Vorfalls angenommen: "Die Schulmediation wurde eingeschaltet. Es müssen immer beide Seiten dazu befragt und ein bestimmtes Verfahren eingehalten werden. Auch wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. Das geht dann aber sehr rasch."

von Thomas Leitner, Kärntner Krone
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