Neue Spreng-Coups

Die Bankomatsprenger sind zurück

Kärnten
12.03.2009 08:37
Sechs Geldautomaten, vier davon in Kärnten, haben die gefassten Bankomat-Sprenger in Österreich in die Luft gejagt und dabei zigtausend Euro erbeutet - die "Krone" berichtete. Kaum sind zwei Mitglieder der Italo-Bande wieder frei, hat erneut eine Sprengserie begonnen - dieses Mal in Slowenien! Überprüft wird nun, ob die Freigelassenen rückfällig wurden oder "Trittbrettfahrer" am Werk sind.

Wie auch bei den Bankomatsprengungen in Hermagor, Villach, Kötschach-Mauthen und Spittal verwendeten die unbekannten Täter in Slowenien ein hochexplosives Acetylen-Sauerstoff-Gemisch. "Dennoch gibt es einige Unterschiede in der Arbeitsweise", weiß ein Kärntner Ermittler, den die slowenischen Behörden um Unterstützung ersucht haben. 

Drei Bankomaten im Bereich von Marburg, darunter ein Geldautomat bei einer Tankstelle, wurden bisher in die Luft gejagt. "Erfolgreich waren die Sprenger jedoch nur einmal, wo auch Bargeld erbeuten werden konnte", so der Kriminalist. Obwohl die Explosionen nicht immer das gewünschte Ergebnis brachten, dürften die Kriminellen keine Anfänger sein. Bisher konnten weder Fingerabdrücke noch DNA-Material sichergestellt werden. 

Bande wurde bei Sprengung gefilmt
"Die einzigen Hinweise, welche die slowenischen Behörden haben, sind auf einem Überwachungsvideo zu finden, auf dem jedoch lediglich drei maskierte Täter zu sehen sind", so der Ermittler. Zusammenhänge zwischen den freigelassenen Sprengern werden in Slowenien nicht ausgeschlossen. 

Die Bandenchefs sitzen in Klagenfurt und in Italien aber noch in Haft.
 
von Hannes Wallner, Kärntner Krone

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