Miesenböck soll zunächst Landeshauptmann Gerhard Dörfler (BZÖ) zum "fulminanten Wahlsieg" bei der Kärntner Landtagswahl am vergangenen Sonntag gratuliert haben. Anschließend soll er gemeint haben, dass es in 14 Tagen hoffentlich den nächsten Sieg geben und Klagenfurt den richtigen Bürgermeister bekommen werde.
Am 15. März werden ja Klagenfurts Bürger in einer Stichwahl entscheiden, ob BZÖ-Kandidat Christian Scheider oder SPÖ-Chefin Maria-Luise Mathiaschitz in Zukunft das Amt des Stadtoberhauptes bekleiden wird.
"Vielleicht ist da was in die falsche Kehle gekommen", erklärte Miesenböck am Donnerstag. Das Interview mit dem Landeshauptmann in der Pause sei mit dem Klub akkordiert gewesen. "Ich hätte auch Reinhart Rohr (unterlegener SPÖ-Spitzenkandidat) gratuliert, wenn er gewonnen hätte", sagte der Neo-Gemeinderat.
"Ich habe das neutral formuliert"
Im Gespräch mit Dörfler habe er lediglich auf die ausstehende Stichwahl in Klagenfurt verwiesen. Die Formulierung "Bürgermeister" sei nicht auf den Mann Scheider bezogen gewesen, damit hätte auch Mathiaschitz gemeint sein können. "Ich habe das neutral formuliert", so Miesenböck. Eine politische Äußerung oder Wahlempfehlung sei nicht seine Absicht gewesen.
Präsident Canori geht auf Distanz
Vereinspräsident Mario Canori - selbst glückloser FPÖ-Spitzenkandidat im Landtagswahlkampf - distanzierte sich in einer Aussendung von den Aussagen "in aller Deutlichkeit" und entschuldigte sich bei den Stadionbesuchern. Canori: "Als Präsident garantiere ich, dass es in Zukunft zu keinen weiteren Fehlleistungen dieser Art kommen wird."
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