Zweiter Urnengang

Stichwahl für 74 Bürgermeister-Kandidaten

Kärnten
02.03.2009 16:22
Die Kärntner SPÖ hat bei der Landtagswahl eine vernichtende Niederlage erlitten. Nicht so schlimm ausgefallen ist für die Roten die Gemeinderatswahl. Dort verteidigten sie 54 ihrer 70 Bürgermeister. Bei der Stichwahl könnten noch einige dazukommen, denn insgesamt kämpfen am 15. März in den Gemeinden 74 Kandidaten um 37 Bürgermeistersessel. Die "roten Bezirkskaiser" konnten ihr Amt verteidigen - obwohl sie im Gemeinderat herbe Verluste einstecken mussten.

Villachs Bürgermeister Helmut Manzenreiter verlor gleich sieben Mandate und die absolute Mehrheit. Er bleibt aber in jedem Fall Villacher Stadtchef. Er kann trotz Verlusten von rund zehn Prozent noch immer auf 56,9 Prozent Zustimmung bauen.

Köfer verliert Absolute in Spittal/Drau
In Spittal an der Drau wurde der Nationalratsabgeordnete Gerhard Köfer zwar souverän bestätigt, im Gemeinderat sieht die Sache allerdings anders aus: 10,75 Prozent verlor dort die SPÖ und liegt nun bei 45,95 Prozent. Das bedeutet den Verlust der absoluten Mehrheit und von vier Mandaten.

Wolfsberger SPÖ purzelte auf 42 Prozent
Auch der Wolfsberger Bürgermeister Gerhard Seifried - er wurde in regelmäßigen Abständen als Favorit für den Kärntner SP-Chefsessel gehandelt - konnte sein Amt trotz herber Verluste eindeutig verteidigen. Anders das Bild im Gemeinderat: Die SPÖ purzelte von 58,5 Prozent im Jahr 2003 auf rund 42 Prozent, seine Partei verlor nicht weniger als 16,5 Prozentpunkte.

Auch in Völkermarkt kann die SPÖ im Gemeinderat nicht mehr allein regieren. Stadtchef Valentin Blaschitz braucht zwar ebenfalls mit 57,7 Prozent keine Stichwahl, das Ergebnis für das Stadtparlament spricht allerdings eine andere Sprache: Es gab einen Absturz von 55,9 Prozent auf 43,1 Prozent.

In Hermagor hatte die SPÖ bis zuletzt zumindest die "Absolute" in Mandaten gehabt, was sich ebenfalls geändert hat. Dort gab es einen Verlust von 9,6 Prozentpunkten, Bürgermeister Vinzenz Rauscher wurde knapp aber doch mit 52,5 Prozent wiedergewählt.

Gerhard Mock verteidigt "Absolute" in St. Veit
Lediglich in St. Veit an der Glan konnte die SPÖ ihre absolute Mehrheit im Gemeinderat gerade noch verteidigen: Dort blieb man bei 53,2 Prozent liegen was ein Minus von fast 13 Prozentpunkten bedeutet. Gerhard Mock bleibt mit 66,6 Prozent der Stimmen trotz großer Stimmeneinbußen ebenfalls sicher Bürgermeister.

Feldkirchens Stadtchef mit Riesenplus
Eine weitere Ausnahme von der Regel ist Feldkirchen. Gegen den Trend schaffte Bürgermeister Robert Strießnig dort ein Plus von 17,6 Punkten auf rund 57 Prozent, im Gemeinderat gab es, wenn auch nicht die absolute Mehrheit, so doch ein Plus von 3,3 Prozent (auf rund 43,4 Prozent) und damit ein Mandat mehr.

74 Kandidaten müssen in die Stichwahl
Noch nicht zu Ende ist die Wahl für jene 74 Kandidaten, die beim ersten Urnengang keine absolute Mehrheit erringen konnten. Sie treten am 15. März zur Stichwahl um die 37 derzeit noch ausständigen Chefsessel an. Von besonderem Interesse wird dabei der Wahlgang in Klagenfurt sein. Amtsinhaber Harald Scheucher (ÖVP) flog nach zwölf Jahren im Amt schon in der Vorrunde hinaus und muss zusehen, wie BZÖ-Mann Christian Scheider (40,7 Prozent) sich mit SPÖ-Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (24 Prozent) um "sein" Amt matcht.

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