Landeshauptmann Gerhard Dörfler (BZÖ): "Meine Ansage, einen Vierer vorm Wahlergebnis stehen zu haben, haben viele für nicht realistisch gehalten. Aber der Wähler hat ein klares Wort gesprochen. Der Sieg ist auch einer Jörg Haiders. Die Menschen haben klargestellt, dass sie seine Politik fortgeführt haben möchten."
"Andere genieren sich vor Baustellen und Arbeitern - ich weiß aber, dass man nicht an der Sektbar Politik macht, sondern dort, wo die Sorgen der Menschen sind."
"Für die Regierungskoalition gibt es nun mehrere Möglichkeiten. Ich schließe niemanden aus. Orange-Grün wäre ein neues Experiment."
Claudia Haider: "Ich bin zutiefst beeindruckt. Es ist ein Zeichen der Anerkennung für meinen Mann und seine gute Politik. Gerhard Dörfler ist der logische Nachfolger."
Claudia Haider überreichte Landeshauptmann Gerhard Dörfler ein gerahmtes Foto, auf dem Jörg Haider gemeinsam mit Dörfler zu sehen ist. Sie selbst schloß übrigens erneut aus, in die Parteipolitik einzusteigen.
SPÖ-Landesgeschäftsführer Gerald Passegger: "Wir haben keine Erklärung für dieses Resultat. Die Gründe müssen wir erst analysieren. Wir nehmen das Wahlergebnis als Demokraten zur Kenntnis. Den Anspruch auf den Landeshauptmann werden wir natürlich nicht stellen."
Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzender Werner Faymann: "Das Ergebnis ist eine Enttäuschung. Die Gründe für das schlechte Abschneiden kann ich nicht nennen. Personelle Konsequenzen müssten sich die Funktionäre der Sozialdemokraten in Kärnten ausmachen."
ÖVP-Parteichef Josef Martinz: "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Wir sind mit fünf Prozent Zuwachs der größte Wahlsieger. Unser Ziel, deutlich zuzulegen, haben wir erreicht. Was Koalitionen betrifft, muss man sich ansehen, welche Mehrheiten sich überhaupt ausgehen. Unser Ziel ist es, unser Programm umzusetzen."
Grünen-Chef Rolf Holub: "Wir werden bis zur Endauszählung vielleicht noch etwas zulegen und in etwa dort bleiben, wo wir bei der letzten Wahl waren. Und das ist in Kärnten schon gut."
Persönliche Konsequenzen schließt Holub nicht aus: "Wenn wir zum Schluss kommen, dass der Holub schuld ist, wird er natürlich die Konsequenzen ziehen."
FPÖ-Spitzenkandidat Mario Canori: "Ich bin es im Leben gewohnt, klein anzufangen. Aber das Ergebnis ist natürlich eine Enttäuschung. Man muss es zur Kenntnis nehmen. Die Kärntner haben eine klare Entscheidung getroffen, dazu muss man dem BZÖ gratulieren. Die Freiheitlichen in Kärnten fühlen sich beim BZÖ offenbar wohler."
Bleibt Canori in der Politik? "Ich habe meinen Parteifreunden angeboten, bei jedem Wahlergebnis weiterzumachen."
FPÖ-Bundeschef Heinz-Christian Strache: Die Kärntner hätten dem verstorbenen Landeshauptmann Jörg Haider ihre letzte fulminante Ehre erwiesen. Die FPÖ unter Mario Canori habe ihr Bestes gegeben, in der Kärntner Sondersituation sei das Ergebnis auf ungewöhnliche äußere Umstände zurückzuführen.
Insgesamt habe das freiheitliche Lager in Kärnten eine Stärke erreicht wie noch nie zuvor in der Geschichte der Zweiten Republik.
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