Mi, 15. August 2018

Kampf für Hotel

13.02.2009 09:33

Gemeinde kämpft fürs Tibet-Zentrum

Das seit Jahren diskutierte, geplante und wieder umgeplante Projekt eines Tibet-Zentrums in Hüttenberg scheint vorerst "gestorben" zu sein. Nach dem Nein der Landesregierung wird im Görtschitztal weiter für das Hotel gekämpft. An die 200 Interessierte fanden sich am Mittwoch im Gasthaus Liegl in Eberstein ein, um sich von den Geschäftsführern der Investorenfirma genauer informieren zu lassen. Die Bürgermeister wollen nun Unterschriften für das Projekt sammeln.

Unter den Tibet-Fans waren auch alle Bürgermeister des Tales, und sie waren sich parteiübergreifend einig: "Wir brauchen das Projekt, wir geben nicht auf und wir beginnen sofort eine Unterschriftensammlung."

"Nur 1,6 Millionen verlorene Zuschüsse"
Karl-Heinz Petritz, einer der beiden Geschäftsführer der Tibethotel GmbH, die zu hundert Prozent im Eigentum der russischen Investoren ist: "Bisher wurde falsch informiert. Nur 1,6 Millionen sind bei diesem 20-Millionen-Projekt verlorene Zuschüsse. Der Rest sind normale Kredite, die zurückgezahlt werden müssen."

Petritz fordert ein rasches und einhelliges Signal der Politik, dass das Projekt erwünscht sei. "Sonst geht sich der Baubeginn heuer nicht aus." Für den Dalai Lama soll im neuen Hotel übrigens eine Wohnung stets reserviert sein.

In der Landesregierung hat es ja am Dienstag keine Mehrheit für das Großprojekt gegeben. Russische Investoren, eine Firma aus Schweden, die Falkensteiner-Gruppe - sie alle wollen das Tibet-Zentrum in einer Schmalspur-Version umzusetzen. Bedingung: 14 Millionen Euro von der öffentlichen Hand für das 20 Millionen-Projekt.

Keine Zustimmung in der Regierungssitzung
Das stieß VP-Chef Josef Martinz in der Regierungssitzung auf, er verweigerte die Zustimmung zu weiteren, intensiveren Verhandlungen. Martinz: "60 Prozent öffentliches Geld für das Hotel muss ich als Verantwortlicher für den Zukunftsfonds hinterfragen." Weil auch die SP-Regierungsmitglieder gegen die von Landesrat Harald Dobernig vorgelegten Finanzierungspläne stimmten, ist das Hüttenberger Tibet-Zentrum im Moment "gestorben".

Für Landeshauptmann Gerhard Dörfler eine bedenkliche Entwicklung: "Ich weiß nicht, wie die Investoren reagieren werden, die ein positives Signal erwarten. Ich habe jetzt größte Sorge, dass das Projekt schwerstens gefährdet ist."

von Fritz Kimeswenger, Kärntner Krone und kaerntnerkrone.at

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