Mit dem unkonventionellen Ort für die Präsentation - vor dem Gipfelgasthaus am tief verschneiten Hausberg der Klagenfurter - wollte man zeigen, dass man höher hinaus will. "Ein starkes Stück Kärnten" wollen die Grünen werden, konkret peilen sie den Gewinn eines dritten Mandates an.
Dass die Kampagne erst jetzt, einen Monat vor dem Wahltermin, der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, erklärte Holub so: "Wir rechnen vom Ende des Geldes am 1. März rückwärts, und dabei ist dieser Termin herausgekommen." Es sei in Kärnten das erste Mal, dass die Grünen für eine Landtagswahl eine eigene Kampagne machen würden, die sich aber aus finanziellen Gründen in bescheidenem Rahmen halte. "Aber ganz ohne Werbung geht es leider nicht", meinte Holub.
Scharfe Kritik an der Sozialpolitik
Auf die Themen Soziales, Frauen und speziell die Armutsbekämpfung setzt die zweite Abgeordnete, Barbara Lesjak. Ihr Motto lautet "Frauen haben mehr verdient". Lesjak übte scharfe Kritik an der Sozialpolitik des Landes, die in ihren Augen "versagt hat". Um Menschen vor der Armut zu bewahren, bedürfe es stärkerer Anstrengungen, Verteilaktionen wie den "Teuerungsausgleich" des BZÖ hält Lesjak für puren Zynismus.
Die am dritten Listenplatz gereihte Volksgruppensprecherin Zalka Kuchling will vor allem die Zweisprachigkeit und deren Vorzüge propagieren. Sie propagiert auf ihren Plakaten denn auch "Miteinander besser leben. Skupno zeleno." Die slowenische Sprache müsse im Schulunterricht stärker forciert werden, denn: "Mehrsprachigkeit ist ein Reichtum."
"Uns kann man nicht kaufen"
Ein weiteres Leitmotiv der Grün-Kampagne ist der Spruch: "Uns Grüne kann man nicht kaufen. Aber wählen". Die Grünen sind übrigens die einzige Partei in Kärnten, die bei den Geschenken für die Wähler auf Feuerzeuge verzichtet. Dafür gibt es Kugelschreiber und Kondome.
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