Bei ihrer Sisyphos-Arbeit hat die Suchtgiftgruppe der Polizei Klagenfurt wieder einen Erfolg erzielt: Es hagelt Anzeigen; ein 38-jähriger Kraftfahrer sitzt in U-Haft. Mit drei Kollegen (26, 30 und 35 Jahre alt) aus Klagenfurt und Ebenthal hat er monatelang Drogen aus Wien nach Kärnten gebracht - das lief mit dem offiziellen Job als Fahrer bei einem Paketdienst mit.
Einen Teil der Suchtmittel verkauften die vier gleich im Freundeskreis weiter, doch Cannabiskraut ließ der 38-Jährige auch "veredeln". Eine Arbeitslose (25) und eine Hausfrau aus Klagenfurt drehten in der Wohnung der 33-Jährigen Joints. "Die wurden zu sieben Euro das Stück verkauft, 3,50 Euro davon bekamen die Frauen. Sie haben also 6.600 Euro verdient", weiß Ermittler Alfred Fina.
Doch einen Teil des Verdienstes ließen sie sich in Drogen auszahlen: Denn während der "Heimarbeit" rauchten die beiden in nur drei Monaten gut eineinhalb Kilo Cannabis!
Kinder bei Drogenpartys dabei
Bei ausgelassenen Drogenpartys waren auch die erst vier und fünf Jahre alten Kinder der 33-Jährigen dabei. Die 13-jährige Tochter, die aus einem Heim ausgerissen war, rauchte sogar Haschisch mit und dealte mit den Drogen. Und eines wusste sie genau: "Ich bin noch keine 14, mich kann keiner verantwortlich machen." Das Jugendamt kümmert sich nun um die Minderjährigen.
Neben den der Polizei Altbekannten sind auch eine 16-jährige Arbeitslose und 14-Jährige dabei.
"Im Laufe der Ermittlungen wird dieser Drogenring sicher noch weite Kreise ziehen. Raubüberfälle sind aber nicht dabei", so Fina. Für die Verdächtigten gilt die Unschuldsvermutung.
von Christina Kogler, Kärntner Krone
Symbolbild
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