Flüchtlingswelle

10.000 Menschen aus dem Kongo geflohen

Ausland
27.11.2008 17:03
Der Osten Ugandas ist offenbar von einer neuen Flüchtlingswelle aus der Demokratischen Republik Kongo überrollt worden. Wie der Österreich-Sprecher des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR), Roland Schönbauer, am Donnerstag mitteilte, haben seit Donnerstagmittag über 10.000 Flüchtlinge die Grenze überquert; in den vergangenen zwei Tagen seien es noch insgesamt 3.000 gewesen.

Die Flüchtlingswelle sei auf aufgeflammte Kämpfe um den Ort Rutshuru zurückzuführen, das rund 70 km nördlich von Goma, der Hauptstadt der östlichen Krisenprovinz Nord-Kivu, liegt. Viele Menschen hätten von Gräueltaten berichtet; ein junger Mann habe etwa geschildert, wie in einem Dorf alle Frauen, auch schwangere, abgeschlachtet worden seien, erzählte Schönbauer. Er wollte sich allerdings nicht festlegen, wer die Massaker begangen hatte.

UNHCR habe nun gemeinsam mit der Regierung von Uganda eine "Durchgangsstation" 50 km von der Grenze eingerichtet sagte Schönbauer weiter. Die Helfer verlagerten jedoch viele Flüchtlinge in eine 300 km weiter im Landesinneren befindliche Siedlung, die "sicherer" sei.

Der Aufstand des Rebellenführers Laurent Nkunda begann vor vier Jahren. Er schützt nach eigenen Angaben die Tutsi-Minderheit im Osten des Kongo und wirft der Regierung vor, mit Hutu-Rebellen aus Ruanda zusammenzuarbeiten.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
27.11.2008 17:03
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung