Teurer Fasching

Klagenfurter Faschingsära vor dem Ende

Kärnten
12.11.2008 11:02
Traditionell wurde am 11. 11. um 11.11 Uhr in Klagenfurt der Fasching geweckt. Die lustigste Zeit des Jahres, die für manche Gilden aber immer härter wird: Es gibt mehr Mitbewerber, die Sponsoren werden weniger. Droht in Waidmannsdorf bald das Ende einer legendären Ära?

Mit Gratis-Äpfeln, Dixie-Band und mit großer Polit-Präsenz wurde am Dienstag auf dem Alten Platz die fünfte Jahreszeit gefeiert. Im etwas kleineren Rahmen und mit jenen Politikern, die es rechtzeitig zur Bühne geschafft haben, bevor sie abgebaut wurde, ließ es die Waidmannsdorfer Gilde am Neuen Platz "krachen".

10.000 Narren bei erstem Umzug
"Wir lassen bei uns lieber die Kinder auftreten", sagt die Waidmannsdorfer Faschings-Königin Gertraud Marhl. Ihr verstorbener Gatte Leo hatte 1980 gemeinsam mit Alois Stingler den Waidmannsdorfer Fasching ins Leben gerufen. Bereits zum ersten Umzug kamen 10.000 Narren. 

Ende einer Ära droht nach 2010
Doch die Zeiten sind härter geworden für die Gilde in der Klagenfurter Faschingshochburg. "Es gibt nur mehr eine Handvoll Sponsoren, wir müssen viel selber zahlen", sagt Organisatorin Sissy Marhl auf Anfrage der "Krone". Bis zum 30-Jahr-Jubiläum 2010 werden die Marhls weitermachen - dann droht das Ende einer legendären Ära. 

Zusammenarbeit angedacht
Dass der Fasching eine Zeit ist, in der Menschen zusammenkommen sollten, meint auch der Veranstalter am Alten Platz, der selbst bei den Waidmannsdorfern mitgemacht hat: "Wir müssen den Fasching weitertragen. Eine Zusammenarbeit wäre eine tolle Ergänzung."

von Thomas Leitner/Kärntner Krone

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