Aufgepasst!

Diese Fallen können dich deine Karriere kosten

Wirtschaft
11.11.2008 13:54
Du trittst im Job seit scheinbar ewigen Zeiten einfach nur auf der Stelle. Obwohl du ehrgeizig arbeitest und tolle Leistungen erbringst, bleibt der heiß ersehnte Aufstieg aus. Ist der Grund dafür nicht durch die wirtschaftliche Situation des Unternehmens oder des Marktes bedingt, dann solltest du die Ursache einmal bei dir selbst suchen. Denn oft tappt man in Karrierefallen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Hier erfährst du, welche Stolpersteine dir den Weg nach oben versperren können.

Perfektionismus und Ehrgeiz
Du lebst für deinen Job, bist morgens der Erste, der da ist, und abends derjenige, der das Licht ausdreht. Und alles muss zu 100 Prozent perfekt erledigt werden. Einsatzbereitschaft ist grundsätzlich gut, aber wenn du es mit deinem Ehrgeiz übertreibst, kann es schnell passieren, dass du dich selbst blockierst. Setzt du dich zu stark unter Druck, dann kannst du nicht mehr jene Leistungen erbringen, die du in einem entspannteren Zustand zuwege bringst. Dein Umfeld nimmt dich als verbissen wahr, du entfernst dich von deinen Kollegen und das führt zu Spannungen. Setze dir fordernde, aber erreichbare Ziele und verliere nicht den Spaß an der Arbeit. 

Konkurrenzdenken
Wenn du beginnst, deine Kollegen als Konkurrenten zu betrachten, dann sollte dir das zu denken geben. Ein Unternehmen lebt davon, dass alle an einem Strang ziehen. Tust du das nicht, dann kommst du nicht weiter. Du drängst dich selbst ins Abseits und vergiftest die Atmosphäre in deinem Unternehmen. Der Aufstieg rückt damit in weite Ferne, denn warum sollte man jemandem, der nicht mit seinem Umfeld kann, die Führungsverantwortung dafür übertragen? Außerdem kommst du alleine nicht wirklich weit, denn Einzelkämpfer kommen rasch an ihre Grenzen. Und du verzichtest auf wertvolles Know-How – denn du kannst meist viel von deinen Kollegen lernen. 

Mangelndes Selbstbewusstsein

Nicht nur dein Umgang mit anderen, auch deine Einstellung dir selbst gegenüber ist entscheidend dafür, ob dich dein Vorgesetzter für eine Beförderung in Betracht zieht. Zweifelst du ständig an dir selbst und deinen Leistungen, oder bist zu schüchtern, um dich ins rechte Licht zu rücken, dann zeugt das nicht unbedingt von deinen Führungsqualitäten. Denn bist du unsicher, dann strahlt das auch auf dein Umfeld aus. Dir werden keine schwierigen Aufgaben anvertraut, du bekommst keine Chance, um dich zu profilieren.
Tipps gegen Schüchternheit im Job findest du in der Infobox.


Privates zu Hause lassen

Keine Frage, jeder hat einmal einen schlechten Tag oder muss sich privat mit einer herausfordernden Situation beschäftigen. Es zeugt jedoch von mangelnder Professionalität, wenn du zulässt, dass dein Privatleben permanent deine beruflichen Leistungen beeinflusst. Wenn wirklich ein gravierendes Problem auftaucht, dann solltest du deinen Chef davon in Kenntnis setzen und ein bisschen leiser treten. Ansonsten berichte nur das von deinem Leben, was unverfänglich ist, und woraus dir kein Strick gedreht werden kann. Das gilt auch gegenüber Kollegen. Du solltest dein Herz nur jenen öffnen, die du schon länger kennst, und denen du vertrauen kannst.


Mangelndes Engagement

Du verrichtest zwar zuverlässig deine täglichen Aufgaben, sobald jedoch eine Mehrleistung von dir verlangt wird, legst du dich quer. Das gilt für Überstunden genauso wie für die Teilnahme an freiwilligen Projekten oder firmenmäßigen Veranstaltungen. Auch Seminare oder Weiterbildungsmöglichkeiten empfindest du eher als Belastung. Dass dich das nicht unbedingt für eine höhere Position qualifiziert ist klar, denn wer lässt schon gerne jemanden ans Steuer, dem offensichtlich nichts am Unternehmen liegt? Wichtig ist daher, dass du für dich einen gangbaren Kompromiss findest zwischen deinen Bedürfnissen und dem notwendigen Aufwand, um dein Engagement zu zeigen.
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